Preisverleihung des 1. Lichtenberger Schulgartenwettbewerbes am 3. Juli 2014

Pressemitteilung
Berlin, den 30.06.2014

Unter dem Motto „Gärtnern ist Bildung“ veranstalten der Arbeitskreis Umwelt und Bildung, das Bezirksamt Lichtenberg sowie die Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten den 1. Lichtenberger Schulgartenwettbewerb. Die Schirmherrschaft hat Wilfried Nünthel (CDU), Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung übernommen.

Nach einer 3-monatigen Projektphase findet die Preisverleihung am Donnerstag, den 3. Juli 2014 um 15 Uhr (presseöffentlich) im Nachbarschaftshaus im Ostseeviertel, Ribnitzer Straße 1b, 13051 Berlin statt. Ausgelobt wurden Siegerprämien in Gesamthöhe von 3.500 Euro, die in verschiedenen Kategorien vergeben werden. Eine fachkundige Wettbewerbsjury hat die 19 teilnehmenden Projekte im Juni 2014 besichtigt und eine Bewertung vorgenommen. Die Leitung der Jury übernahm die Lehrerin a.D., Gerda Schneider, Gründungsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten und Mitglied der Lenné-Akademie.

Zur Teilnahme aufgerufen waren Kindergärten, Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie Arbeitsgemeinschaften, Schulklassen, Hortgruppen, die einen Schulgarten oder andere Lern- und Erlebnisorte in ihren Einrichtungen gestalten. Dabei war es wichtig, dass die Kinder- und Jugendlichen sich an dem Projekt aktiv beteiligen und im Zuge des Wettbewerbs ein abgeschlossenes Einzelprojekt in ihrer Einrichtung neu gestaltet oder wieder hergerichtet wird, das auch zukünftig nutzbar sein sollte. Zudem sollte dem Natur- und Artenschutz eine besondere Bedeutung zugemessen werden.

„Ziel dieser Initiative ist es, die Schulgärten als Erlebnisorte für nachhaltige Bildung zu fördern. Zudem soll mit diesem Wettbewerb das Engagement aller Akteure in den Lichtenberger Schulgärten gewürdigt werden. Im Bezirk gibt es viele interessante und pädagogisch wertvolle Projekte, die es den Kindern ermöglichen, praktische Naturerfahrungen zu machen. Viele Pädagogen, Eltern und oft auch Großeltern schaffen mit den Kindern Bereiche, in denen sie das Wachsen und Gedeihen der Pflanzen erleben können. Das Ernten und Verarbeiten ist dabei ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit mit den Kindern. Interessant ist auch der vielfach fächerübergreifende Einsatz des Gartens im Schulunterricht. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten kommen im Umfeld einer Großstadt hauptsächlich im Garten vor. Meise, Igel, Bienen und andere Tiere können von den Kindern beobachtet, näher kennengelernt und damit wertgeschätzt werden. Umwelterziehung kann nur erfolgreich sein, wenn es zugleich auch Naturerziehung ist. Daher ist der Schulgarten ist ein idealer Lernort, es sind kleine Paradiese – lassen wir unsere Kinder hinein!“ erklärt der Schirmherr Wilfried Nünthel den Gedanken des Wettbewerbes.

Schulgärten gibt es seit etwa 300 Jahren, dabei kann der 1695 von August Hermann Francke in Halle angelegte Schulgarten als die erste Einrichtung dieser Art ansehen werden. In der darauffolgenden Zeit dienten Schulgärten sehr unterschiedlichen Zielen, welche die jeweils herrschenden gesellschaftlichen und pädagogischen Theorien sowie die Probleme und Nöte widerspiegeln, die das Denken und Handeln der Menschen in ihrer Zeit mitbestimmten. Wenn man bedenkt, welch‘ große Wertschätzung Schulgärten über einen langen Zeitraum erfuhren, ist kaum zu verstehen warum heute an vielen Bildungseinrichtungen Schulgärten nicht mehr genutzt werden. Das Thema Schulgärten wird in den Lehrplänen aller Bundesländer aufgegriffen, wobei Umfang und Verbindlichkeit der jeweils getroffenen Aussagen stark differieren.

Im Zusammenhang mit dem Schulgartenwettbewerb hat der Arbeitskreis „Umwelt und Bildung“ in Lichtenberg mit Unterstützung der Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten am 29. April 2014 für die pädagogischen Betreuer der Projekte und weiteren Teilnehmern eine Lehrerfortbildung zum Thema „Schulgarten – vom Plan zur Wirklichkeit“ angeboten, um die fachlichen Grundlagen zu vertiefen.

Besonderer Dank gilt allen Unterstützern des Schulgartenwettbewerbes. Die Geldpreise für die drei siegreichen Projekte wurden von Wohnungsbaugenossenschaft „Fortuna“ sowie vom Bezirksstadtrat Wilfried Nünthel gespendet. Durch den Bereich „Grün macht Schule“ in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft wurden für jedes teilnehmende Projekt drei Beerensträucher als Grundstock für einen zukünftigen Naschgarten bereitgestellt. Ebenfalls bereits mit der Teilnahme erhielten alle Projekte das Buch „Kinder, Kräuter und Schulgartengeschichten“ von Gerda Schneider sowie vom Globus-Baumarkt an der Landsberger Allee gespendet ein Starterpaket mit Gießkanne, Pflanzschaufel, Eimer, Grubber, Pflanzstab, Garteneimer, Arbeitshandschuhe und eine Kiste mit Frühblühern. Hinzu kommen Zitronenmelissenpflanzen, die vom Garten- und Siedlerbedarf Tauter (Ferdinand-Schultze-Straße 58) gespendet wurden. Insgesamt weitere 12 m³ Gartenerde steuerte das Straßen- und Grünflächenamt des Bezirkes Lichtenberg bei.

Weitere Informationen:
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung
Wilfried Nünthel
Telefon: (030) 90296 4200
E-Mail

Hier meine Eindrücke:

30. June 2014 von Gerda Schneider
Kategorien: Presse, Zeitungsartikel | Schreibe einen Kommentar

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