Ein weiterer Marzahner Schildbürgerstreich

„Ein weiterer Marzahner Schildbürgerstreich – oder wieder einmal selbst schuld ???

Die AG “Junge Gärtner“ baut seit 2008 im Getreidelehrgarten der Agrarbörse Ost Kräuter an. Seit dieser Zeit wird auf einem Flyer, der auf meine Kosten entstanden ist,  die Kooperation mit dem Tierhof dokumentiert. In der Zeit von April bis Oktober haben wir emsig die Beete gepflegt sowie Kräuterführungen angeboten und die Ernte beim wöchentlichen Kochen verwertet. Viele Kräuter wurden vermehrt und in andere Schulgärten verpflanzt.  Meine Erfahrungen, die vielen Fotos und die Erfolge durch die praktische Naturerziehung präsentiere ich in vielen Ausstellungen und an Universitäten. Damit wird der Stadtbezirk Marzahn in In-und Ausland positiv dargestellt.  Lauinger Hauptschüler, der Österreichische Gartenbaupräsident Herr Dr. Peter Fischer-Colbrie, Mitglieder der Lenne`-Akademie  und viele Bürger erfreuten sich an der dem fleißigen Tun der Kinder.

Als ich im April Frau Otto, die Leiterin des Tierhofes um die Bescheinigung für das Finanzamt bat, dass ich die AG ehrenamtlich leite, schrieb Sie zurück, es sei keine AG des Tierhofes. Die vorigen Jahre stellte Herr Lauf ein solches Schreiben aus.

Am 24.04. kamen wir nicht in den Garten, das Schloss war ausgewechselt. 3 Versuche, den Schlüssel zu bekommen scheiterten. Schüler, Eltern und auch ich sind entsetzt. Das hatten wir 2007 schon einmal! Frau Otto kündigte an, mit mir „ein intensives Gespräch zu führen , aber es erfolgte keine Einladung. Mein Angebot auf einen Gesprächstermin wurde abgesagt. Noch größer wurde unser Entsetzen, als wir  beim Blicken über den Gartenzaun entsetzt  feststellten , dass alle Pflanzen herausgerissen waren. Im Mai habe ich an der Uni in Vechta ein Kräuterbeet angelegt und wollte Pflanzen, die von Marzahner Kindern vermehrt wurden verwenden. Das war nicht möglich.

Die Agrarbörse Ost bewirtschaftet in Marzahn 3 Kräutergärten und hat der AG nach der Aussperrung eine schattige Wiese , die an einer Hauptverkehrsstraße liegt angeboten, diese urbar zu machen. Das ist eine Zumutung!  In anderen Bundesländern richte ich Kräutergärten ein und in Marzahn wurde nun schon zum zweiten Mal ohne Ankündigung von den Gärten der AG  die Schlösser ausgewechselt und die Kinder einfach ausgesperrt. Was ist das für eine Bildungspolitik? Wofür werden die vielen Fördergelder verwendet? Es wird ehrenamtliche Arbeit missachtet, denn ich bekomme noch nicht einmal eine Aufwandsentschädigung oder eine Bescheinigung.

Im Juli wurde ich telefonisch zu einem Gespräch am 7.August  (Fast am Ende der Vegetationszeit) eingeladen. Anlass war eine Beschwerde von Familie Benali. Tochter Laila geht in die 4.Klasse und ist seit ihrem 5.Lebensjahr Mitglied der AG. In der Schule erhält sie Förderunterricht in Deutsch und an ihrem Beet hält sie Kräutervorträge. Gemeinsam mit ihrer Mutti pflegten sie ein Beet. Frau Benali war zu dem Gespräch nicht eingeladen. In einem Schreiben wurde ihr mitgeteilt, dass ich (!) sie über  den Ausgang des Gesprächs informieren sollte.

In dem Gesprächsverlauf erlebte ich eine mangelnde Wertschätzung meines Tuns und meiner Person. Durch haltlose Unterstellungen ( „…die Kleingärtner sind auch nicht gut auf Sie zu sprechen „ und mehrmaliges Erwähnen meines Alters führte Herr Christian Gräff unprofessionell  in arroganter Weise das Gespräch. Es war nicht der kleinste Ansatz eines Lösungsversuches zu erkennen. Sieht so Beschwerdemanagement aus? War es der gleiche Politiker, der mir im September 2012 den Marzahner Umweltpreis verliehen hat?

Die Beschwerde wurde in dem Gespräch nicht erwähnt, mir aber der Vorwurf gemacht, dass die Beete nicht gepflegt waren (sollten wir über den Zaun klettern?)

Schloss ausgewechselt-Beete nicht gepflegt-selbst Schuld, dass der Garten für uns abgesperrt wurde. Das kommt mir sehr bekannt vor. Im Jahre 2007 geschah das Gleiche!

Im Interview mit Peter Brinkmann (im März aufgezeichnet), dass am 25.09.2013 auf TV Berlin gesendet wird, habe ich die Zuschauer in den Getreidelehrgarten des Tierhofes eingeladen. Ich werde TV Berlin dieses Schreiben zukommen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Gerda Schneider

12. October 2013 von Gerda Schneider
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